Chronik 1940 - 1959

VfR 08 Oberhausen e.V.

Chronik von 1940 bis 1959

1945

Am 8. Mai hatte der 2. Weltkrieg sein Ende gefunden. Besonders das Ruhrgebiet mit seinen Industriezentren lag in Schutt und Asche. Hunger und Elend bestimmten das tägliche Leben. Viele Menschen suchten eine häusliche Bleibe, trauerten um ihre verstorbenen Angehörigen oder suchten sie irgendwo. Über hundert Mitglieder des VfR 08 hatten auf den Schlachtfeldern ihr Leben lassen müssen. Eine schreckliche Bilanz.

Zunächst herrschte noch Ratlosigkeit, aber schon im August trafen sich Sportler des VfR 08 und des benachbarten SC 20 Oberhausen im Lokal Bleuel zur Neugründung eines Vereins mit dem Namen: FK 08 Oberhausen.

Mit Elan ging man an den Wiederaufbau. Und schon bald blühte neues Leben aus den Ruinen. Bereits am 7. September rollte schon wieder der Fußball. Man begann mit dem Spielbetrieb zunächst auf dem Platz hinter dem Knappenmarkt.

1946

In diesem Jahr erfolgte bereits wieder die Auflösung der neuen Fusion. Somit existierte wieder der SC 20 Oberhausen und es hieß wieder VfR 08 Oberhausen. Unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Artur Schleisick ging es voran. Die Neugestaltung der Anlage an der Tiroler Straße erforderte viel Eigenarbeit. Großer Idealismus war gefragt. Daran mangelte es jedoch nicht. Der Spielbetrieb hatte in der Saison 1945/46 zunächst lokal begrenzt im Groß-Oberhausener-Bereich stattgefunden. Die 1. Mannschaft des VfR 08 Oberhausen spielte in der Gruppe 1 u.a. mit RW Oberhausen, BV Osterfeld, Elmar Alstaden und Concordia Lirich und erzielte einen zufriedenstellenden Mittelplatz.

1947

Es erfolgte eine generelle Neuordnung der Spielklassen. Im September erfolgte der Start. Die neue Oberliga West, mit einem Vertragsspieler-Status ausgestattet, stand nun deutlich im Blickpunkt. Das Team von RWO zählte zur Elite an Rhein und Ruhr. Die Kicker des VfR 08 erhielten einen Platz in der Bezirksklasse. Sie konnten sich in der Gruppe 1 gut behaupten.

1948

Am 20. Juni trat die Währungsreform in Kraft und löste einen sagenhaften Kaufrausch aus. Jeder Deutsche verfügte über ein „Kopfgeld“ von 40 DM. Vorbei war die Zeit des „Schwarz-Marktes“ und der Hamsterei. Es fanden nun auch kaum noch legendäre „Kalorien-Spiele“ statt, die Fußballmannschaften in ländlichen Gegenden für Kartoffeln, etwas Speck oder Butter absolvierten.

1951

Der erste große, sportliche Erfolg nach dem 2. Weltkrieg ist fällig und wird entsprechend gefeiert. Mit einer imponierenden Leistung erkämpften sich die Kicker des VfR 08 in der Gruppe 2 der Bezirksliga mit großem Vorsprung vor dem Verfolger Duisburg 1900 die Meisterschaft und schafften so den Aufstieg zu Niederrheinliga, der damaligen höchsten Amateurklasse.

1954

Nach Abschluss der Saison 1953/54 muss der Abstieg aus der Liga verkraftet werden. Das Team befand sich im Umbruch. Da die Jugendabteilung gerade aufgebaut wurde, fehlten junge Kräfte, die zur Verjüngung des Seniorenbereiches hätte beitragen können.

1956

Die Einrichtung einer Turnhalle neben der Anlage wird vollzogen. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten der körperlichen Ertüchtigung. Die Förderung des örtlichen Schulsportes ist hierein einbezogen.

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